Verein für Heimatkunde Alsweiler

 

Ein Kataster der Kultur

 Die Geschichts- und Heimatkundevereine im Kreis St. Wendel erfassen alle Wegkreuze und Grenzsteine - Alsweiler macht mit

 

   In den Gemeinden des Landkreises St. Wendel sollen alle alten Wegkreuze und alle früheren Grenzsteine systematisch erfasst und kartographisch dokumentiert werden. Dieses Projekt hat der Landesverband historisch-kultureller Vereine des Saarlandes (LHV), dem auch der Verein für Heimatkunde Alsweiler angehört,  jetzt zusammen mit der Kulturlandschaftsinitiative Sankt Wendeler Land vorgestellt. Bei einem Treffen mit mehr als einem Dutzend Vertretern verschiedener Geschichts- und Heimatkundevereine aus dem ganzen Landkreis erklärte der LHV-Präsident Dr. Johannes Schmitt, mit den gesammelten Informationen solle eine Datenbank erstellt werden. Man wolle die Kleindenkmäler, die sich in den Dörfern und Städten sowie auf den Feldfluren und in den Wäldern befinden, fotografieren, beschreiben und ihren exakten geographischen Standort festhalten. Das Ganze werde dann in einem Katalog gesammelt und kartiert. Es gehe dabei darum, das Bewusstsein für den Wert solcher historischer Denkmäler zu schärfen und gegebenenfalls auch Restaurierungsmaßnahmen einzuleiten. Außerdem seien verschiedene Veröffentlichungen geplant.

 

    Das Projekt hat für den Landesverband historisch-kultureller Vereine des Saarlandes den Charakter eines Pilot-Verfahrens für das ganze Saarland, wie Dr. Schmitt weiter betonte. Es fügt sich auch ein in das Programm „St. Wendeler Land steinreich – auf den Spuren einer 2500-jährigen europäischen Kultur“, das die Kulturlandschaftsinitiative Sankt Wendeler Land mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union in Gang gebracht hat. Aus diesen Mitteln sollen für die Erfassung der Wegekreuze und Grenzsteine auch Zuschüsse gewährt werden. Geschichts- und Heimatforscher sowie die zuständigen kommunalen Institutionen in allen Gemeinden des Kreises St. Wendel sind jetzt aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen und jeweils in ihrem eigenen Dorf oder ihrer Stadt die betreffenden Denkmäler zu erfassen. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit den zuständigen Katasterämtern sowie mit dem saarländischen Landesdenkmalamt. Nähere Auskünfte dazu erteilt Dr. Johannes Schmitt unter der Telefonnummer 06887 – 889.594 oder 889.055.

 

   Der Verein für Heimatkunde Alsweiler, der zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes historisch-kultureller Vereine des Saarlandes gehört, beteiligt sich aktiv an der Aktion und war mit vier Personen bei der Versammlung der Vereine in St. Wendel vertreten.  Eine Gruppe von Alsweiler Heimatforschern, unter ihnen Armin Neis und Edgar Kreuz, hatte schon in der Vergangenheit eine Liste der Wegekreuze erstellt, die jetzt Grundlage für die weiteren Untersuchungen ist. An der Aktion können sich gerne auch Alsweiler Bürger beteiligen, die sich für diese Thematik interessieren, aber nicht Mitglied im Verein für Heimatkunde sind. Informationen dazu gibt Wolfgang Simon unter Tel. 3106.